Burkard Schliessmann zählt zu den profilierten Pianisten seiner Generation. Als Schüler von Shura Cherkassky, Poldi Mildner, Bruno Leonardo Gelber und Herbert Seidel steht er in der Tradition der großen romantischen Klavierschule. Sein Repertoire umfasst insbesondere die Werke von Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Franz Liszt und Robert Schumann.
Seine Interpretationen zeichnen sich durch technische Souveränität, intellektuelle Tiefe und außergewöhnliche lyrische Ausdruckskraft aus. Johann Sebastian Bach nimmt einen besonderen Platz in seinem künstlerischen Schaffen ein. Schliessmanns Interpretationen verbinden emotionale Unmittelbarkeit mit struktureller Klarheit.
Seine Einspielungen wurden international vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit mehreren Preisen der Global Music Awards und zwei Critic’s Choice Awards des American Record Guide. Zudem erhielt er Nominierungen für den OPUS KLASSIK in den Jahren 2022 und 2023. Seine Auftritte und Interpretationen wurden von zahlreichen renommierten Rundfunk- und Fernsehsendern ausgestrahlt, darunter ZDF, BR, HR, ARTE, 3sat und UNITEL Classica.
2019/20 wurde ihm die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main verliehen. Er ist Professor der London Overseas Musicians’ League (LOML), einem Sonderprojekt der Royal Academy of Music in London, und seit 1990 Official Artist of Steinway & Sons.
Einführung in die Goldberg-Variationen
Im Vorfeld von Goldberg in Motion gibt Burkard Schliessmann eine Einführung in Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen, die er selbst eingespielt hat. Seine persönliche Auseinandersetzung mit diesem Schlüsselwerk der Klavierliteratur eröffnet einen besonderen Zugang zu seiner musikalischen Struktur und Interpretation. Zugleich lädt die Einführung dazu ein, die Unterschiede zwischen der originalen Klavierfassung und der im Ballett erklingenden Streicherfassung bewusst wahrzunehmen.