Der 1994 in Hunan, China, geborene Bratschist Diyang Mei zählt zu den profilierten Musikern seiner Generation. Seit 2022 ist er 1. Solobratscher der Berliner Philharmoniker; seit 2023 unterrichtet er zudem als Gastprofessor für Viola an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Seine musikalische Ausbildung begann Diyang Mei im Alter von fünf Jahren zunächst auf der Violine. Mit zehn Jahren wechselte er zur Viola und studierte am Zentralen Musikkonservatorium in Peking bei Shaowu Wang. 2014 setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater München bei Hariolf Schlichtig fort. Von 2019 bis 2022 studierte er bei Nobuko Imai an der Kronberg Academy und war dort anschließend Fellow.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Diyang Mei insbesondere 2018 mit seinem Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München, bei dem er den 1. Preis im Fach Viola, den Publikumspreis sowie mehrere Sonderpreise erhielt. Bereits zuvor gewann er zahlreiche internationale Wettbewerbe, darunter den Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen, den Internationalen Max-Rostal-Wettbewerb in Berlin und den Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb.
Als Solist konzertierte Diyang Mei unter anderem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem SWR Symphonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Scottish Chamber Orchestra und dem Shanghai Symphony Orchestra. Als Kammermusiker arbeitete er mit Künstlerpersönlichkeiten wie András Schiff, Ana Chumachenco, Sabine Meyer und Christoph Prégardien zusammen.
2019 wurde Diyang Mei Solobratscher der Münchner Philharmoniker. 2022 wechselte er als 1. Solobratscher zu den Berliner Philharmonikern – ein Orchester, dessen Mitglied zu werden bereits seit seiner Kindheit zu seinen musikalischen Zielen gehörte.
Diyang Mei spielt eine Viola von Antonio Mariani aus dem Jahr 1646, die ihm aus einer privaten Sammlung zur Verfügung gestellt wird.