Kammersymphonie Berlin, Jürgen Bruns
Alexandra Sostmann, Klavier
Werke von Johann Sebastian Bach, Reinhard Febel (UA), Alexandre Tansman und Henryk Górecki
Bach weitergedacht
Mit einem festlichen Konzert beschließen die Agathenburger Bachtage ihr diesjähriges Festival. Unter der Leitung von Jürgen Bruns präsentiert die Kammersymphonie Berlin ein Programm, das musikalische Linien über Jahrhunderte hinweg sichtbar macht.
Im Zentrum des Abends steht die Uraufführung einer Auftragskomposition des renommierten Komponisten und des diesjährigen Composer-in-Residence Reinhard Febel für Klavier und Streichorchester. Ausgehend von dem Konzert für Klavier und Streichorchester g-Moll BWV 1058 von Johann Sebastian Bach setzt sich Febel mit diesem Werk auseinander und entwickelt dessen musikalische Gedanken in einer höchst individuellen zeitgenössischen Klangsprache weiter.
Den Solopart übernehmen in beiden Werken die vielfach ausgezeichnete Pianistin und künstlerische Leiterin des Festivals Alexandra Sostmann sowie die Kammersymphonie Berlin. Die langjährige künstlerische Zusammenarbeit von Sostmann und Bruns, die viele gemeinsame Konzertprojekte verbindet, bildet dabei eine besondere Grundlage für die musikalische Gestaltung dieses Programms.
So entsteht eine faszinierende Gegenüberstellung von Original und Neuschöpfung, barocker Formkunst und moderner Klangsprache. Bachs Klavierkonzert bildet den historischen Ausgangspunkt, auf den Reinhard Febels neues Concertino für Klavier und Streichorchester in seiner Uraufführung Bezug nimmt. Alexandre Tansmans Triptyque für Streichorchester und Henryk Góreckis Drei Stücke im alten Stil erweitern diesen musikalischen Dialog und eröffnen mit Eleganz, rhythmischer Raffinesse und klanglicher Vielfalt neue Perspektiven auf die Wirkungsgeschichte Bachs.